Monumentalbeiträge

Das Schreiben. Man(n) will die Welt bewegen und Dinge von sich geben, die Einfluss auf die Zukunft des Universums haben. Naja, okay nicht unbedingt in dieser extremen Version, aber vielleicht ein wenig.

Man sieht so seine Blog vor sich und denkt sich: Da muss was Ultimatives her. Ein genialer Text. etwas nie dagewesenes. Da man aber keinen ultimativen monumental epischen Beitrag zur Hand hat, schreibt man erst mal nichts. Und so kommt es, dass ein Blog auch mal Pause macht. Was nicht zwingend schlecht ist, aber irgendwie merke ich jedes Mal, dass ich daran gehindert werde etwas zu schreiben, weil es eben etwas ganz Besonderes sein sollte. Nur wenn ich diesen Perfektionismus mal fallen lasse kommt überhaupt ein Beitrag zustande. So wie gerade jetzt. Dabei merke ich allerdings während des Schreibens, dass der Text einfach nur so aus mir herausfließt. Die Gedanken kommen und viele Möglichkeiten diesen Beitrag zu Ende zu führen durchziehen meine Synapsen.

Es gibt unglaublich viele Themen über die ich gerne schreiben würde. Dann überlege ich mir, ob sie ins Konzept dieses Blogs passen und dann lasse ich es meistens. Beiträge über geniale Fotobearbeitungs-apps fürs iPhone, weil manche Freunde mich fragen, welche Apps ich empfehlen könnte wären längst mal angebracht.

Beiträge über Datensicherung sind längst überfällig, da ich schon viel zu oft mitbekommen habe, wie Dokumente unwiederbringlich verloren waren, weil es kein Backup gab.

Oder aber Interviews mit Menschen, die mit ihrem Leben und der Arbeit zufrieden sind und deren Leben ich spannend finde – was super interessant wäre, da mich solche Menschen inspirieren und  Kontakte zu Menschen, die über ihren Job jammern und sagen „Ja, irgendwie muss man ja Geld verdienen.“ nicht wirklich motivieren. Menschen die etwas tun, was für sie eine gewisse Traumqualität hat hingegen – egal was es ist – haben immer etwas faszinierendes an sich. Autoren, Sportler, Politiker, Firmenchefs, Ärzte in Krisengebieten  Fotografen, Journalisten in fernen Ländern, Tänzer, Musiker, Schauspieler oder Künstler, aber auch Architekten oder ein Lehrer, der seinen Job mit Freude bestreitet. Leute, die etwas bewegen, die diesen Planeten ein Stückchen vorwärts bringen. Die etwas tun, nicht nur um Geld  zu verdienen, sondern um eine Mission zu erfüllen und für das was sie tun eine gewisse Leidenschaft versprüren. Leider ist es ja oft so, dass ich höre, wie scheiße der Job ist, oder dass der Job einfach unterbezahlt ist, zwar etwas Spaß bringt, aber nicht das, was das Leben eigentlich bietet. Es gibt so viele Menschen, die aufgegeben haben. Die Anerkennung um sie herum ist ihnen vielleicht sicher und das Geld stimmt auch, aber sie sind unglücklich mit ihrem Job. So merken sie nicht, wie sie langsam zu ihrem Job werden, anstatt dass sie wirklich Leben. Der Urlaub ist das einzig tolle, worauf man sich freut und der Feierabend und das Wochenende, aber sonst ist es eben die mühselige Arbeit. Wer hart arbeitet lockt mich nicht aus dem Häuschen. Menschen die aber etwas bewirken und die harte Arbeit ist nur ein Nebeneffekt, das finde ich grandios. Wenn jemand es noch schafft sich auch genügend Freizeit zu nehmen hat er mein volles Interesse. Ein hochkarätiger Job ohne Freizeit kann kurzzeitig mal gut sein, aber wer wünscht sich denn so etwas auf Dauer? In der Tretmühle des Alltags gefangen. Ich sage nicht, dass es leicht wäre etwas zu tun, was die Welt bewegt, wofür man brennt und womit man auch noch Geld verdient. Es ist sicherlich der schwerste aller Wege, sonst würden ihn wohl alle gehen.  Aber wer ihn geht den umgibt ein gewisses Etwas. Eine Leidenschaft, eine Energie. Diese Menschen sind es, welche mich faszinieren und vielleicht werde ich einige von ihnen treffen und dann darüber schreiben. Ja, ich glaube das wäre so ziemlich genial.

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