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Monkey is back

Ich bin wieder da!* Schneller, besser und schöner als jemals zuvor. Das stimmt auf jeden Fall dann, wenn man daran glaubt. Zumindest aus der Sicht des Lesers, wenn ich so etwas schreibe. Und ich bin ja mein erster eigener Leser. Vermutlich auch mein most begeisterter Leser.

Der Einzige jedenfalls, der mir direkt Feedback gibt, wenn ich so einen Text raushaue. Und zwar instant. Dieses Feedback ist nicht immer positiv. Es ist also nicht einfach mein eigener Leser zu sein, denn ich lese auch Sätze, die ich wieder lösche. Es sei denn, die Gedanken fliegen mir so zu. Wie gerade jetzt. Und genau so sollte es sein.

_* Danke, dass du immer noch die Montagsmail liest. Wegen Leuten wie dir schreibe ich. Und falls du sie deabonnierst, schreibe ich eben wegen der Anderen. ;-)

Zuerst veröffentlicht in der Montagsmail

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Photonenparty

Ich sehne mich nach Frühlingssonne,
nach Photonenparty auf meiner Haut.
ich möchte gemütlich im Park liegen am Wasser
und die Vögel beim Zwitschern belauschen.

Ich möchte Gras wachsen sehen
und Pflanzen beim blühen beobachten,
will erleben, wie die Natur neu lebt
neu erwacht wie aus einem langen Schlaf.

Bald schon ist es soweit,
schon spüre ich erste Anzeichen.
Sehe, was mir bald blüht
und erspüre die Energie in jeder Knospe:

bereit sich zu entfalten und dem Leben als Leben sich entgegenzustrecken.

Ich will es der Knospe gleich tun:

bereit mich zu entfalten und dem Leben als Leben mich entgegenzustrecken.

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Just do it.

Konzepte braucht macht, heißt es. Ideen, die einem Plan folgen.

Doch was, wenn dieses Planen dazu führt, nichts zu schreiben? Was, wenn genau das zum Stillstand führt? Wäre es dann nicht besser einfach loszulegen?

Ich möchte etwas perfekt machen, habe Ideen für ein Blog, für eine Webseite und überlege mir Strategien, frage mich ob der Name passt, etc. Aber wisst ihr was? Das spielt alles eine sehr sekundäre Rolle. Genau so wie es im Sport völlig sekundär ist, welchen Trainingsplan man verfolgt, es kommt darauf an, dass man regelmäßig Sport macht. Ob man nun 15 Min joggt, oder 2 Stunden, spielt keine große Rolle. Es kommt darauf an, dass man es macht.

Optimieren kann man später immer noch. Und so lange man etwas später noch optimieren kann, sollte es doch darum gehen, es überhaupt zu tun.

Ich schreibe hier also, blogge und mir gehen viele Gedanken durch den Kopf wie es in Zukunft mit diesem Blog und auch mit der Montagsmail weitergeht. Dazu kommen meine in mir schlummernden Videoprojekte. Ich habe viele Ideen für Videos und das schon seit Jahren, aber fange nie damit an, weil mein Qualitätsanspruch zu hoch zu sein scheint und ich scheinbar warte, bis ich zum perfekten Filmemacher werde. Ich überlege mir, ob ich eher eine Story erzählen soll, oder ganz authentisch in die Kamera quatschen. Mit einem bin ich mir ziemlich sicher. Es sollte irgendwie unterhaltsam sein. Es kann Kunst sein, es kann alles sein. Und ich kann das auch mit dem Blog hier kombinieren. Mir schwebte gar schon seit längerem vor, dass ich einfach mal ein Video für die Montagsmail produziere. Doch das ist alles viel zu hoch gegriffen. Der Planungsaufwand ist in keiner Weise gerechtfertigt.

Im Kern geht es darum, es einfach zu tun!

Um es kurz zu formulieren:

Mir schwebt folgendes vor:

Ich schreibe in Zukunft einfach und sehe, wohin mich das leitet. Ich möchte den Anspruch, den ich an mich selbst habe ablegen, möchte weniger zeigen, was ich kann als vielmehr sein wer ich bin. Das hört sich kompliziert an, dabei denke ich allerdings lediglich daran, dass ich mir nicht zuviele Gedanken darüber machen möchte, wie ich etwas schreibe, sondern dass ich es einfach raushauen möchte. Ich bin gespannt, wozu das führt.

Und publish!

 

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Story

Wie ich es schaffe, manchmal über den Dingen zu schweben

Da stand ich nun, über der Stadt, auf Messersschneide. Unter mir ein Weinberg und am Fuße dessen ein roter Frauenschuh, den die Gebrüder Grimm wohl dort vergessen hatten. Ich fühlte mich leicht, frei, ganz über der Stadt stehend, von hier oben den vollen Überblick habend, doch meine Konzentration war ganz auf meine Füße, auf die Mauer gerichtet. Ich fing an abzuheben; erst langsam nur, plötzlich jedoch schwebte ich über der Stadt. Ich setzte meinen Gang fort, war Eins mit meiner Umgebung, versuchte nicht abzustürzen auf den Weinberg oder aufs harte Pflaster. Doch ich blieb, schwebte noch einige Augenblicke umher. Es war genial. Wozu brauchte ich Flügel? Wozu von der Mauer springen und losfliegen, wenn ich doch über ihr schweben konnte.

Monkey of Hope wirkt, als schwebe er über der Schlossmauer von Marburg

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Poetry

Winterlandschaft

Weiße Flocken tanzen der Erde entgegen, die Kälte dringt durch unsere Jacken und Mäntel, während sich hinter uns Fußstapfen im Schnee bilden.

Wir sind erfreut über so viel Weiß. Die Welt wirkt so aufgeräumt und sauber. Nicht auszudenken wie es wäre, irgendwo zu leben, wo es nie schneit.

Natürlich stellt der Schnee auch Herausforderungen an den autofahrenden Menschen. Die Ursache für die vielen Unfälle bei Schneeaufkommen ist allerdings wohl, dass es hier viel zu selten schneit. Ein scheinbares Paradoxon. Mangelnde Erfahrung im Umgang mit dem weißen Pulver sind die Folge. Deshalb wird manch Autofahrer auch erkannt haben, der mit den „falschen Socken“ unterwegs war: „Ein Reifen macht noch keinen Sommer.“

Doch fernab der Straße vergessen wir all das. Weiße Flächen breiten sich vor unseren Füßen aus. Wir atmen die frische Luft des Winters ein. Zusammen hüpfen wir durch die Winterlandschaft und vergessen für einige Augenblicke, wie sehr wir uns auf den Sommer freuen.

Zuerst veröffentlich in der Montagsmail

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Poetry

Landschaftsmalerei

Die Linsen in meiner Kamera saugen die Photonen ein.

Die Landschaft lächelt.

Langsam aber sicher malt sich ein Bild auf den Chip.

Es dauert nur wenige Bruchteile einer Sekunde.

Dann ist das Bild im digitalen Speicherblock angekommen.

Reine Mathematik findet dort statt.

Wie alles was mit Computern zu tun hat.

Und so arbeiten neben den Photonen unzählige Elektronen daran, das Bild fertig zu malen.

Es verbreitet und kopiert sich 1000-Fach und ist in Sekunden auf allen Seiten der Erde verfügbar.

Es ist fast magisch.

„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“ – 3. Clarkesches Gesetz

Ich erkenne den Fortschritt und staune, aber ich weiß:

Das ist erst der Anfang.

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Poetry

Der Windstoß

Ihre Haare flatterten im Wind,

ein Orkan schien sich durch ihre Mähne zu wühlen,
doch sie hielt ihm stand.

Der Hut war längst auf und davon,
hätte sie denn einen getragen.

Sie warf den Kopf zurück mit einem Lächeln.
Ihre Haare legten sich wieder auf ihre Schultern,
schmiegten sich an sie,
so als ob nichts gewesen wäre.

Und doch gab es ihn, diesen Moment.
Dieser Moment in dem die Haare zu fliegen schienen.
Dieser Moment würde es in die Montagsmail schaffen.
Ja, das würde er.

Er wusste es nur noch nicht.


Zuerst veröffentlich in der Montagsmail vom  6. Oktober 2014

Foto: Monkey of Hope / Lady mit den fliegenden Haaren: Eva S.