Ich texte an meiner eigenen Zukunft

Jeder Buchstabe, ausgelöst durch den Tastendruck meines Fingers beeinflusst meine digitale Zukunft. Denn die Zukunft besteht auch aus den Erfolgen der Vergangenheit.

Ein grandioser Text hallt nach.

Den Sound hört man noch in der Zukunft.

Und diese Zukunft beginnt schon heute.

Ein Text wird, veröffentlicht im weltweiten Netz Teil meiner Biografie.

Schreiben

Um zu Schreiben braucht man eine Idee.

Hat mein keine Idee, so schreibe man darüber, dass man eine Idee braucht.

Schreibt man darüber, dass man eine Idee braucht, hat man bereits eine Idee.

Also schreibe man auch mit Idee darüber, dass man eine Idee braucht in dem speziellen Fall, dass genau das die Idee war.

Aber es geht ja auch weiter im Text.

Es bleibt ja nicht bei der Idee.

Die Idee ist so etwas wie ein Impuls, ein Signal welches alles anstößt. Ein Anfang. Einfach ein Anfang. Und ist die erste Zeile geschrieben, so schreibt sich auch die zweite wie von selbst. Das ist wie mit der ersten Millionen. Die ist schwer verdient. Dafür gehts mit der zweiten schneller. Ich kann da nicht direkt aus Erfahrung sprechen, aber vielleicht mal irgendwann, wenn ich die Zweimillionste Idee habe. Doch wie zählt man Ideen, wenn man sie nicht aufschreibt?

Man schreibe sie auf! Ja, doch dann erübrigt sich die zuvor gestellte Frage. Das ist also nicht die Antwort auf die Frage, sondern diese Antwort setzt die Frage ausser Kraft, macht sie nichtig und unlogisch. Aber trotzdem hat auch die Frage eine Antwort in sich… sie sagt aus, dass Ideen wohl leichter zählbar sind, wenn sie aufgeschrieben sind. Das war auch der Grund, warum ich sie so gestellt habe.

Soweit der Gedanken heute.

Wir fahren fort, bald.

Schreiben…

Das Schreiben ist das, was man tut, wenn man vom Nichtschreiben ausruht. Man schreibt, weil man bleibt während sich der Leser die Worte einverleibt. Mit verlaub will man da sagen, gehts doch der Schreiblosigkeit an den Kragen.

Doch halt! Ja, das muss man jetzt aushalten. Eine Pause..

Und während die Pause pausiert gehts weiter im Text, welcher selbst nicht weiß, welche Aussage er inhaltlich rüberbringen möchte. Und so kann man den Beitrag dann abschreiben. Aber auch Worte wollen recycled werden.

Gedankenverwirrung

Es ist die Kunst der Gedankenverwirrung,
die Abirrung
zu entdecken,
bevor sie stattfindet.

Das ist Irrsinn,
denn ohne Abirren
gibt’s kein Verwirren.

Bezeichnen wir das Abirren
als Kreativität
und die Verwirrung
als Erreichen solcher.

So ist es Unerheblich ob sie frühzeitig erkannt wird.
Nicht erkannte Kreativität ist trotzdem da.
Vielleicht ist sie sogar noch mehr da,
wenn der Aha-Effekt erst später kommt.

Andererseits ist gerade das Erkennen kreativer Strömungen der Motor der Kreativität. Ein Perpetuum Mobile gewissermaßen.

Gib mir Kreativität und ich geb dir Kreativität zurück, Potenziert.